Wie sinnvoll ist es, in Gold anzulegen?

Unser Finanzsystem ist überschuldet und steht in keinem Verhältnis mehr zu den realen Werten. Zinsen auf Spareinlagen decken nicht einmal mehr die Inflationsrate ab, sodass die Kaufkraft unseres Geldvermögens kontinuierlich schwindet. Anleger neigen oft zu kurzfristiger Betrachtung der Märkte und wollen intuitiv in Werte anlegen, die gerade gut laufen, oder sich in den letzten Monaten und Jahren gut entwickelt haben. Zunehmende politische Krisen, Wirtschaftskrisen, Blasenbildungen und eine steigende Inflationsrate verstärken die Flucht in Gold als sicheren Anlagehafen.

Gold als langfristiges und stabiles Investment

Anleger suchen in solchen Zeiten Alternativen zum Sparbuch und Festgeltkonto, aber auch nach Möglichkeiten, im Rahmen eines mit Gold ausgewogenen Depots den Schwankungen an den Finanzmärkten entgegenzuwirken.

Da aber nicht immer alles Gold ist was glänzt, ist darauf hinzuweisen, dass auch Gold kurz- und mittelfristig deutlichen Schwankungen unterliegen kann.
Langfristig stellt Gold hingegen eine stabile und auch seriöse Wertanlage dar, die auch Zeiten von Hyperinflation und Bankenkrisen überdauert, zumal es von Beginn der Menschheit an die herausragende Rolle im Wirtschaftsleben spielt.

So kostete zu Beginn des freien Goldhandels, das war 1973, die Feinunze 127 USD. Heute liegt der Preis bei 1.335 USD, das entspricht einer Wertsteigerung von 950 Prozent, oder durchschnittlich 21 Prozent jährlich. Seit Jahresbeginn stieg der Preis pro Feinunze um 130 USD, das sind 12 Prozent binnen neun Monaten! Den Aktuellen Goldkurs zu berechnen ist nicht einfach, denn der Kurs schwankt ständig. Es gibt jedoch sehr gute Goldpreisrechner im Netz.

Welche Anlagemöglichkeiten in Gold bieten sich an?

Investitionen in Gold können in Form von Wertpapieren, wie zum Beispiel Kauf von Goldaktien oder Fonds getätigt werden, um dem Wertpapierdepot in Krisenzeiten das nötige Gegengewicht zu verleihen. Eine andere Möglichkeit ist der traditionelle Kauf von Goldbarren und Münzen, denn gerade Investitionen in physisches Gold bedeutet Eigentum und nicht bloß das Recht auf einen verbrieften Wert.

Der Vorteil eines Investments in Wertpapiere liegt in der leichten Handelbarkeit an der Börse. Der vom Anleger erworbene Anteil an einem Fonds oder einer Schuldverschreibung bildet den Goldpreis ab, ist somit von der Preisgestaltung transparent und über das eigene Wertpapierdepot abgewickelt werden.
Der Nachteil ist, dass im Falle eines Zusammenbruchs des Emittenten zwar ein Anspruch auf Gold besteht, dieser ist in der Praxis allerdings oft schwer oder überhaupt nicht durchsetzbar ist.

Alternativ zu Wertpapierinvestments bietet sich der Kauf von Barren und Münzen, oder auch der Erwerb von sogenanntem „Tresorgold“ an. Der Anleger investiert somit in physisches Gold und hält damit sein Vermögen sprichwörtlich in eigenen Händen.
Physisches Gold wirft weder Zinsen noch Dividenden ab und es fallen zudem Aufbewahrungs- und Transaktionskosten an. Hingegen ist in steuerlicher Hinsicht ein physisches Investment in Gold von Vorteil, zumal nach einer Behaltezeit von einem Jahr die Erträge nicht mehr der Abgeltungssteuer unterliegen. Der deutsche Fiskus hat zudem den Erwerb von Gold zu Anlagezwecken von der Mehrwertsteuer befreit.

Sinnvoll oder sinnlos, das ist hier keine Frage!

Eine Anlage in Gold entweder in Form von Wertpapieren als Beimischung zum Depot, oder durch den Kauf von Goldbarren und Goldmünzen als physische Anlageform erscheint so sinnvoll wie notwendig, um antizyklische Phasen auszugleichen. Physischen Anlegern sei zudem gesagt, dass das Gold, das sie in Händen halten, niemals den Wert Null haben kann. Jede andere Aussage wäre unseriös und würde die Historie des Goldes leugnen.

Gold als Anlage-Diversifizierung
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