Ungleiche Arbeitsbedingungen in Spanien: Die Situation von Migrantinnen und Migranten

20.07.2007

Die Sektoren, in denen Zuwanderer in Spanien am ehesten Arbeit finden sind Landwirtschaft, haushaltsbezogene Dienstleistungen, Alten- und Kinderbetreuung, Handel, Transportwesen, Kurierdienste, Hotel- und Gaststättengewerbe und Baugewerbe.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Europa:Mobil Juli 2007" entnommen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die Migrantinnen und Migranten dieselben Arbeitsbedingungen wie die Einheimischen haben, selbst dann nicht, wenn sie reguläre Arbeitsverhältnisse haben.

So sind Zuwanderer nicht in dem Maße gewerkschaftlich organisiert wie spanische Staatsbürgerinnen und -bürger. Gleichzeitig treten Gewerkschafter nicht unbedingt dafür ein, die Rechte der Migrantinnen und Migranten zu verteidigen, weil sie die Löhne der Einheimischen drücken.

In der Landwirtschaft, dem Dienstleistungssektor oder als Hausangestellte können Migrantinnen und Migranten Arbeit finden. Wenn es aber darum geht, eine qualifiziertere Beschäftigung zu finden, gibt es keine Möglichkeiten. Für Zuwanderer ist es kompliziert, in Spanien eine Anerkennung ihrer Qualifikationen zu bekommen. Das bedeutet, dass sie sich nicht für eine Arbeit mit besseren Bedingungen bewerben können.

(Sergio Cruz, I-ESCOSUR)

 

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